Architektur, KTP, Kauffmann Theilig Partner, Freie Architekten PartGmbB, Stuttgart, Ersatzneubau, Calwer Straße, Nagold, Wohnungsbau, Verwaltung, Holzbau
Ersatzneubau Wohnen und Verwaltung Calwer Straße 2 | Nagold
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Ersatzneubau Wohnen und Verwaltung Calwer Straße 2 | Nagold

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Adresse

Calwer Straße 2
72202 Nagold

Bauherr

Stadt Nagold | Wohnen in Nagold (WiN)

Architektur

Kauffmann Theilig & Partner

Projektleitung

Rainer Lenz, Thomas Theilig

Projektarchitekten

Kübra Türk, Ruolai Xu

Baukosten KG 3+4 netto

2,9 Mio. €

BGF

1.250 m²

BRI

4.100 m³

Lph. nach HOAI

1 - 5 (6 - 9)

VgV-Verfahren

03/2024

Planungsbeginn

04/2024

Baubeginn

vorr. 03/2026

Fertigstellung 

vorr. 05/2027

Renderings

Kauffmann Theilig & Partner

Der Neubau ersetzt den bestehenden Anbau an das denkmalgeschützte Baudezernat am Rande der Nagolder Altstadt. Die historische Bauweise prägt den städtebaulichen Kontext. Auf der der Straße abgewandten Seite befindet sich zudem der Pausenhof der Burgschule. Der Baukörper nimmt Rücksicht auf die angrenzenden Situationen auf allen Seiten. Die der traditionellen Bauform entsprechenden Satteldächer ermöglichen die gewünschte Orientierung zur Calwer Straße und moderate Traufhöhen zu dem dicht stehenden Nachbarn. Über die Satteldächer setzt sich das L-förmige Haus aus zwei Baukörpern zusammen. Zur Calwer Straße hin, bildet der entstehende Giebel durch einen schrägen Vorsprung ein Vordach und Erker und damit eine Adresse für den Eingang aus. Gleichzeitig wird auf Dachüberstände oder sonstige Gliederungen verzichtet, um das Volumen ablesbar und die Geste zeitgemäß zu belassen.

Das Projekt ist das erste Neubauprojekt der neu gegründeten, stadteigenen Wohnungsgesellschaft WIN (Wohnen in Nagold). Es entstehen insgesamt 10 Sozialwohnungen mit 2- und 3 Zimmern. Die Wohnungen sind mehrheitlich barrierefrei. und sind trotz ihrer überschaubaren Größe großzügig und flexibel zugeschnitten. Im Erdgeschoss befinden sich, außer einer weiteren Wohnung, Flächen für das Baudezernat, die durch eine nutzbare Glasfuge angebunden sind. Die Wohnung im Erdgeschoss kann auch für Verwaltungsflächen umgenutzt werden. Das Treppenhaus ermöglicht den barrierefreien Zugang aller Ebenen und – über den Anschluss an das bestehenden Baudezernats – auch die barrierefreie Erschließung des Bestandes. Ein großzügiger Fahrradraum bildet einen zeitgemäßen Ansatz zur Mobilität ab.

Die auf den historischen Kontext abgestimmte Grundfigur des Baukörpers ermöglicht eine zeitgemäße Gestaltung der Fassaden mit großzügigen und präzisen gesetzten Fenstern ohne im Kontext fremd zu wirken. Die konkrete Ausformulierung der Fassaden reagiert dabei unterschiedlich auf die städtische Anforderung entlang der Calwer Straße, die Nähe zu den Nachbarn rechts und links, sowie die besonderen Bedürfnisse gegenüber dem Schulhof auf der Rückseite. Die Oberfläche ist einfach und mineralisch, hell gehalten und pflegeleicht. Die Verschattung der Fenster erfolgt über Faltläden, die der Fassade eine Tiefe geben und gleichzeitig historische Vorbilder bedienen. Ohne dekorative Elemente ist ein Sockel, sowie die Hervorhebung des Erdgeschosses, ablesbar.

Das Haus wird oberirdisch in Holzbauweise mit einem aussteifenden Kern aus Stahlbeton errichtet. Die unterirdischen Bauteile sind sinnfällig aus Beton – ein hoher Rezyklat-Anteil wird angestrebt. Das auf den Holzbau optimierte Raster ermöglicht eine wirtschaftliche Bauweise. Die daraus resultierende Gliederung durch Unterzüge und Spannrichtung der Decken sorgt für gut strukturierte Grundrisse. Der zur Verfügung stehende Fernwärmeanschluss stellt eine nachhaltige Wärmeversorgung dar. Für Spitzenlasten wird ein kleiner, effizienter Gaskessel vorgesehen. Die Büros erhalten eine Lüftung, die insbesondere auch den nächtlichen Luftwechsel ermöglicht. Die Wohnungen werden lediglich über eine kleine Abluft in den Bädern mechanisch entlüftet. Das Dach erhält Photovoltaikflächen und der gewonnene Strom steht der Gemeinschaft zur Verfügung.