Ein Nordhang mit bergseitiger Erschließung
von Süden war die große Herausforderung. Ein punktförmiger
Wohnturm mit vier Geschossen ist in das Hanggefälle hineingeschoben.
Das unterste Geschoss ist in die Hangfläche integriert und bildet mit
seiner Dachfläche den Eingangsbereich des Wohnturms. Die vorgelagerte
südorientierte Gartenfläche schafft den notwendigen Abstand und
eine luftige Pergola grenzt das Grundstück zum Straßenraum hin
ab.
Das unterste Geschoss ist den Eltern vorbehalten. Das Erdgeschoss gehört der gesamten Familie. Die Kinder haben sich mit kurzem Weg zum Erdgeschoss im 1. Obergeschoss, wie in einem Baumhaus, eingenistet. Eine Wendeltreppe erschließt das oberste Geschoss. Das Grundstück wurde zuvor unter geobiologischen Gesichtspunkten untersucht und die Ergebnisse wurden in den Entwurf integriert.
Die vorgefertigte Fassade aus Lärchenholz schwingt wie ein Vorhang um den punktförmigen Grundriss. Sorgfältig und behutsam eingeschnittene Öffnungen belichten gezielt die Räume und ermöglichen den herrlichen Ausblick und die Nähe zur Natur. Das Haus benötigt keinen außen liegenden Sonnenschutz, weil die Öffnung entweder nach Norden mit dem schönen Ausblick orientiert und nach Süden hin tief eingeschnitten sind, so dass die zusätzlichen Balkone die notwendige Verschattung im Sommer leisten, aber in den Übergangszeiten im Frühjahr und im Herbst die flach einfallende Sonne nutzen können. Die leichte Neigung der Fassade beugt spürbar der Verwitterung der Holzverschalung vor.